30 Jahre ambulante Hospizarbeit in Weil der Stadt

Der Ambulante Hospizdienst Weil der Stadt e. V. durfte am 27. April 2022 rund 80 Besucherinnen und Besucher zum Jubiläumsfestakt im Klösterle begrüßen.

Vor 30 Jahren entstand der Hospizdienst aus dem bürgerschaftlichen Engagement von Hilda Röder und Christa Mandel. Beide erkannten die Not schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen und setzten sich mit großem Einsatz für eine einfühlsame Begleitung am Lebensende ein.

Als erster Hospizdienst im Landkreis Böblingen hat der Ambulante Hospizdienst Weil der Stadt seither mehr als 900 Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Getragen wird diese Arbeit von ehrenamtlich engagierten Mitarbeitenden. Aktuell engagieren sich 21 Frauen und 3 Männer in diesem wichtigen Dienst. Darüber hinaus wurden in 19 Vorbereitungskursen rund 180 Interessierte für die Hospizarbeit ausgebildet.

Der Festakt wurde von einem stimmungsvollen Rahmenprogramm begleitet. Dr. Eberhard Röhm, erster Vorsitzender, führte durch den Abend und gab Einblicke in die Geschichte des Ambulanten Hospizdienstes Weil der Stadt. Am Flügel improvisierte Raimund Wolf zu drei auf Leinwand projizierten, hospiznahen Bildern und verlieh dem Abend eine festliche Atmosphäre.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Christian Walter die wichtige Rolle des Hospizdienstes für die Menschen in Weil der Stadt.

Krankheitsbedingt konnte Prof. Dr. med. Sven Gottschling nicht persönlich anwesend sein, war jedoch per Video zugeschaltet. In seinem Vortrag zum Thema „Umsorgen statt entsorgen – was Palliativmedizin alles kann“ zeigte er eindrucksvoll, welche Möglichkeiten die Palliativmedizin für eine würdevolle Begleitung am Lebensende bietet.

Wir sind dankbar für die vielen engagierten Menschen in Weil der Stadt, Simmozheim und Ostelsheim, die ihre Zeit schenken, um schwerkranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase ehrenamtlich zu begleiten.

Bild: privat